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Jahresrückblick 2015: Danke allen Fans und Lesern!

Mit diesem Post möchte ich allen Lesern, Fans und Förderern von Keinsteins Kiste danken. Ohne euch gäbe es diese Seite nicht! Und obwohl die Kiste erst ein halbes Jahr alt ist, habe ich 2015 viele tolle Menschen und Mitblogger kennen lernen und wunderbare Erfolge feiern dürfen.

 

Aber die Geschichte dahinter beginnt vor mehr als einem halben Jahr: Durch Verzögerungen beim Studium zur Untätigkeit verdammt fühlte ich mich im Frühling 2015 wie eine überreife Pflaume: Heiss darauf zu verwerten, was ich in langen Studien- und Lebensjahren gelernt hatte, aber – scheinbar – ohne Möglichkeit dazu.

So las ich in einer völlig themenfremden Facebook-Gruppe von einem Medium, das ich bis anhin bloss mit Mode, Kosmetik und der Generation nach mir verbunden hatte: Von einem Blog. Dani Wolf von Glucke und So ist jedoch gestandene Mama in meinem Alter und schreibt einen Familienblog. Damit war meine Neugier geweckt. Beim Stöbern auf Danis Seite habe ich ganz schnell Blut geleckt – und meine erwähnte Überreife trug mich über alle Bedenken angesichts der Flut von Eindrücken und Funktionen hinweg: Ich bin zwar nicht Mutter, aber das kann ich doch auch!

Darauf folgten zwei Tage intensiven Stöberns und Lesens – wie baut man eigentlich einen Blog auf? – und dabei war besonders eine Seite ganz zentral: Der Affenblog von Vladislav Melnik. So kontrovers der Affenblog und sein Schöpfer in manchen Communities auch diskutiert werden mag: Ich habe bei der gründlichen Lektüre – insbesondere als Blog-Anfängerin – sehr viel mehr gelernt als einen Schreibstil zum Kopieren (welchen ich – so denke ich – nicht brauche). Die wichtigste Lektion, die ich von Vladislav lernte, ist wohl: Nicht lange grübeln und planen, mach einfach dein Ding und schau, was passiert – und zwar auf dem eigenen Webspace!

Also habe ich gemacht: Nachdem ich mir in zwei bis drei Wochen die Handhabe von WordPress und die Gestaltung eines Blogs auf dem XAMPP-Heimserver selbst angeeignet hatte, ging Keinsteins Kiste am 14. Juni mit dem ersten Post um das Chemische Gleichgewicht mit Le Chatelier und den Ferienfliegern online. Und was war ich stolz!

 

Beim Ausloten meiner Nische – Naturwissenschaft im Allgemeinen und Chemie im Besonderen – stiess ich schnell auf zwei grosse Portale mit Blogs zu wissenschaftlichen Themen – und konnte durch Kommentieren, unter anderem auf scienceblogs.de sehr schnell die ersten Stammleser gewinnen.

Zwei Leser dieser ersten Stunde sind Christian Thiele von Thieles Tierwelt und der Drachenkater, die mir seit den ersten Tagen der Kiste das wertvolle Gefühl geben, nicht ins Leere zu schreiben. Ebenso lieb und teuer ist mir die überschwängliche Begeisterung, mit welcher Ubuntu-Fan und -blogger Andre Nitschke alias Gnude jeden meiner Artikel quittiert – und das, obwohl ich konsequent MS Windows nutze!

Besonders danken möchte ich Normann Sötje alias Pyramideneule, der aus seiner Begeisterung für meine Texte heraus das Theme gestiftet hat, welches Keinsteins Kiste seit Ende August ihr heutiges Aussehen verleiht. Für 2016 haben wir eine kleine interdisziplinäre Kooperation ins Auge gefasst: Es wird um Insekten mit „Chemie-Waffen“ gehen.

 

Nach den Sommerferien-Pause ermöglichte Florian Freistätter von Astrodicticum Simplex mir und der Kiste den Erfolg des Jahres: Die Teilnahme an dem von ihm organisierten Blog-Schreibwettbewerb 2015 auf scienceblogs.de. Neben einem Gastpost mit dem Wettbewerbsbeitrag „Wahrheiten über die Energie“ auf einem beliebten Scienceblogs.de-Blog brachte mir das nämlich einen 5. Preis und eine grosse Menge neugieriger Besucher ein! Keine Frage: Da bin ich bei der Neuauflage 2016 natürlich wieder mit dabei.

Seither pflege ich mit meiner Mitbewerberin Emmygunde von emmygundespatzeküken.de regelmässigen Kontakt und lese mit Begeisterung jede ihrer herzerwärmenden Geschichten, die sich häufig um ihr aufgewecktes und wissenschaftsbegeistertes Kind drehen. Als „persönlicher Expertenmensch“ des „Küken“ genannten Kindes durfte ich auch hier schon in einem Kooperationspost Emmygunde und Herr Alias das Rätsel um geisterhafte Filmaufnahmen lösen.

Zudem stellte ich fest, dass meine Nische rund um die Chemie doch nicht ganz so leer war wie ich glaubte. So begegnete ich in der virtuellen Wissenschafts-Welt dem „Chemischen Reporter Marco Körner, und Ole von Banana-Bond, die sich einem ganz ähnlichen Ziel verschrieben haben wie ich: Die Chemie des Alltags – aber auch der modernen Forschung – allen Neugierigen nahe zu bringen.

Solche Neugierigen wie auch eine weitere Nischen-„Mitbewohnerin“ fanden sich in dem Ende September neu gegründeten Forum auf meinbloggerforum.de, mit welchem Tenzi von Realitätswunder.de und ihre Moderatoren eine wunderbare Anlaufstelle für Blogger aus allen Sparten geschaffen haben.

Dort lernte ich nämlich auch die bloggende Chemie-Studentin Maike alias Missdeclare kennen, die sich unter anderem sehr dafür interessiert, was in all den Dingen und Produkten, die unseren Alltag füllen, enthalten ist. Und schliesslich durfte ich auf ihrem Blog am 12. Dezember meinen ersten „regulären“ Gastbeitrag über die spannenden Stoffe und  Vorgänge in der Zahnarztpraxis veröffentlichen.

 

Als eine wunderbare Gelegenheit zum „Gelesen-Werden“ haben sich Blogtouren und -paraden erwiesen: Nachdem ich im Rahmen einer Blogtour zum Thema Umweltschutz, organisiert im Forum blogger-treff.de, über kompostierbare Kunststoffe geschrieben hatte, fand mein Artikel zur Halloween-Blogparade „Kürbis und Flammen“ von Arne Kerlin und Sarah von la Bellevue richtig grossen Anklang: Wie man einen Kürbis mit geisterhaftem kaltem Feuer erstrahlen lässt, und wie das funktioniert, erwies sich augenscheinlich als überaus spannend. Wenn die beruflichen Umstände es erlauben, ist für die Wiederholung zu Halloween 2016 ein Kürbis mit Thermit-Reaktion bereits eingeplant.

Zum guten Schluss: Guter Content ist ein ganz wichtiger Faktor für eine gute Reichweite – das predigt jeder, der etwas über das „Wie“ beim Bloggen zu sagen hat. Und den Aufruf-Zahlen zufolge haben die berauschende Hochzeitsfeier meiner Schwester und die zeitgleich anlaufende Oktoberfest-Saison mich Ende September zu meinem beliebtesten Content neben dem Wettbewerbs-Beitrag inspiriert: „Biochemischer Katzenjammer“ beschreibt, was bei reichlichem Alkohol-Konsum im menschlichen Körper geschieht und wie es zu den spürbaren Symptomen des „Katers“ kommt.

Nachdem alle Neujahrs-Kater hoffentlich inzwischen verflogen sind, wünsche ich euch – allen treuen und neuen Lesern und Mitbloggern – ein tolles und erfolgreiches Jahr 2016 voller neuer, spannender Geschichten!

 

Eure Kathi Keinstein

 

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Kommentare (8) Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Kathi,
    herzlichen Glückwunsch zum ersten halben Jahr! Mir war gar nicht bewusst, dass du nur einen Tag vor mir deinen Blog gestartet hast. Ich habe seitdem fast alle deine Texte gelesen, manche kommentiert und mir hat immer gut gefallen, dass deine Posts auch für Laien wie mich verständlich sind. Ich wünsche dir alles Gute und weiterhin viel Spaß mit deinem Blog.
    Viele Grüße von
    Ina von http://inasbuecherkiste.blogspot.de

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    • Hallo Ina,
      Vielen Dank für die Glückwünsche! Mir war ebenso wenig bewusst, dass du nur einen Tag nach mir gestartet bist… langsam werden diese Parallelen unheimlich ;). Insofern darf ich ja auch dir zum halben Jahr gratulieren :). Dass meine Posts für Laien verständlich sind, ist mein Ziel – insofern freue ich mich um so mehr, dass ich es immer wieder erreiche. Ich wünsche dir ebenfalls weiterhin viel Spass, und man wird sich sicher wieder lesen – auch in der Bücherkiste.

      Viele Grüsse,
      Kathi

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  2. Liebe Kathi, auch von Uns als Liebe, Glitzer und Konfetti zum Halbjährigen!
    Das Küken löcherte mich heute noch mit diversen Fragen, die ihm so einfielen. Sagte irgendwann entnervt: “ Ohhh, Mama, so finde ich ja nie ne Experten Frage!“
    Somit gratulieren ich nicht nur, sondern sage auch nochmal ganz laut DANKE für die tolle Kiste. Weiter so.

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    • Hallo Emmy,
      Vielen Dank für eure Gratulation, Glitzer und Konfetti :). Es freut mich immer ganz besonders, wenn sich jemand so für Natur und Wissenschaft begeistern kann. Und wenn die Zeit reif ist, wird sich die nächste Experten-Frage von selbst einfinden, da bin ich ganz sicher. Und ich freue mich schon darauf, sie dann womöglich beantworten zu dürfen :).

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  3. Erstens: Glückwunsch zum erfolgreichen halben Jahr, mir kommt es irgendwie viel länger vor 😛
    Zweitens: Vielen lieben Dank für die Erwähnung in diesem Blog-Eintrag, ich folge dir gern (wieso? Siehe drittens 😉 )
    Drittens: Extrem lieben Dank für deine Einträge, welche die Chemie des Alltags auch uns Laien verständlich macht. Einen kleineren Tipp habe ich aber noch, irgendwie sind mir viele Gastbeiträge entgangen, hattest du zu denen auch einen Hinweis in deinem eigenem Blog gepostet? 😉

    Et jrüßt
    Dä Drachenkater vum drachenkater.wordpress.com 😉

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    • Vielen Dank auch für deine Glückwünsche :).

      Zu Drittens: Wirklich ausserhalb der Kiste sind bislang nur der Wettbewerbsbeitrag um die Energie und die Zahnarzt-Geschichte erschienen. Und zu beiden gibt es hier in den passenden Kategorien einen Teaser mit Bild und Link zum eigentlichen Artikel. In den Netzwerken und Foren habe ich die Artikel allerdings mit dem direkten Link promotet. Wenn du absolut nichts verpassen möchtest, trag dich doch in die Mailingliste ein – ich schicke zu jedem Post – auch zu Gastbeiträgen – einen Newsletter rum, sodass nichts unbemerkt bleiben sollte :). Gibt es denn sonst noch Möglichkeiten um Gastposts sichtbarer zu machen?

      Der zweite Teil der Zahnarzt-Geschichte wird übrigens hier erscheinen. Zuerst schiebe ich aber aus aktuellem Anlass noch etwas „elementareres“ ein ;).

      Ich wünsche dir viel Spass beim weiteren Stöbern und Folgen!

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  4. Hallo und ein tolles und aufregendes neues Jahr. Viel Spaß weiterhin. Sehr interessant die Chemie als Blogthema zu haben, nun kenne ich schon zwei davon?
    Liebe Grüße
    Tanja

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    • Ich wünsche dir – trotz Verspätung – auch ein tolles neues Jahr :). Die Chemie ist fürwahr eine noch recht überschaubar besetzte Nische, und ich merke deutlich, dass „unbekannte“ Nischen Aufwand erfordern um sie bekannt zu machen. Aber der Aufwand lohnt sich und ich freue mich über jeden Besuch!

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